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Analytische Chemie

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Versuch 2: Nachweis von Halogenid-Ionen

   

 

Hinweise: Der Nachweis von Halogenid-Ionen erfolgt mit Silbernitrat. So werden Qualitativ auch heute noch Halogenid-Ionen nachgewiesen.

Chemikalie Gefahren R-Sätze S-Sätze
Silbernitratlösung 1% R: 28-34-48/24/25-50/53 S: 36/37/39-45-60-61
Salpetersäure, verdünnt R: 34 S: 26-45
Ammoniaklösung, verd. R: 22-36 S: 22
Probe von Chlorid, Bromid, Iodid  

 

   

 

Materialien: Reagenzglasständer, 3 Reagenzgläser, Pipette, demineralisiertes Wasser.

Durchführung: Die 3 Stoffproben bestehend aus Chlorid, Bromid und Iodid Anionen werden in dest. Wasser gelöst und die Lösungen in die 3 Reagenzgläser gefüllt. Dann werden die wässrigen Lösungen mit verdünnter Salpetersäure angesäuert. Im Anschluss daran werden in jedes Reagenzglas 5-10 Tropfen Silbernitratlösung gegeben. Es fällt ein schwer löslicher Niederschlag aus. Bei Zugabe von verdünnter Ammoniaklösung verschwindet der Niederschlag des Silberchlorids wieder. Auch der Niederschlag von Silberbromid ist noch in stark alkalischem Milieu löslich. Der Niederschlag aus Silberiodid allerdings ist nicht mehr rückgängig zu machen, auch bei Zugabe von konzentrierter Ammoniaklösung.

 

Ergebnis: Bei Zugabe von Silbernitratlösung zu angesäuerter Lösung von Halogenidionen fällt ein schwerlöslicher Niederschlag aus. Dieser Niederschlag besteht aus Silberchlorid, Silberbromid und Silberiodid. Der Versuch gelingt nur in saurem Medium, da sich die Niederschläge aus Chlorid und Bromid in neutraler bis basischer Lösung wieder lösen würden.

 

xCl  +  AgNO3    AgCl ↓  +  xNO3 

xBr  +  AgNO3   AgBr ↓  +  xNO3

xI     +  AgNO3   AgI ↓     +  xNO3